Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Clemens Wilhelm Thieme
Völkerschlachtdenkmal Leipzig – Geniestreich eines Architekten

Clemens Thieme Leipzig

Architekt Völ­ker­schlacht­denk­mal

Der geistige Schöpfer und Architekt des Leipziger Völ­ker­schlacht­denk­mals - Clemens Wilhelm Thieme, wurde am 13.05.1861 in Borna (bei Leipzig), in der Roß­markt­schen Straße Nr. 5 geboren. Ihm zu Ehren befindet sich eine Ge­denk­ta­fel seines Freundes Carl Seffner an der Roß­markt­schen Straße Nr. 13 (siehe Bil­der­ga­le­rie linke Spalte), wo die Familie Thieme von 1864 – 1866 lebte.

Seit 1888 war Clemens Wilhelm Thieme Mitglied der Leipziger Jo­han­nis­lo­ge (Frei­mau­rer­lo­ge) „Apollo“.

Der Pla­nungs­ent­wurf des Ar­chi­tek­ten Bruno Schmitz wurde von Clemens Wilhelm Thieme in ent­schei­den­den Punkten ab­ge­än­dert, so zum Beispiel der Einbau der Krypta und die An­brin­gung der 12 „Grals­rit­ter“ (Frei­heits­wäch­ter) und des Gip­fel­steins (Kubus).

Clemens Wilhelm Thieme übernahm auch die komplette Leitung über die gesamte Bau­aus­füh­rung des Denkmals. Viele der ver­bor­ge­nen frei­mau­re­ri­schen Symbole, sowohl an der äußeren Denk­mals­hül­le, als auch im Inneren des Völ­ker­schlacht­denk­mals, sind dem Wirken des Geheimen Hofrates und Bruder Frei­mau­rer, eines Meisters vom Stuhl, zu verdanken.

In unseren zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Rund­gän­gen, zu genau dieser Symbolik und seinem frei­mau­re­ri­schen Ge­dan­ken­gut, gehen wir ganz speziell auf die einzelnen und aus­sa­ge­fä­higs­ten Symbole ein. Es ist eine Wanderung durch Jahr­tau­sen­de und ihre kul­tu­rel­le Ent­wick­lung.

Eh­ren­bür­ger Leipzig

Mit der Ein­wei­hung des Völ­ker­schlacht­denk­mals von Leipzig, am 18. Oktober 1913, wurde Clemens Thieme zugleich zum Eh­ren­bür­ger der Stadt Leipzig ernannt. Damit wurden seine Ver­diens­te, unter anderem rund um den Bau des Völ­ker­schlacht­denk­mals, als leitender Architekt und ver­ant­wort­li­cher Bau­aus­füh­ren­der gewürdigt. Ebenfalls war er als Pro­jekt­lei­ter für den Bau des Leipziger Haupt­bahn­hofs ein­ge­setzt.

Wohn­häu­ser, die nach seinen Entwürfen ent­stan­den sind, befinden sich an den Stand­or­ten Tschai­kow­ski­stra­ße 4, Paul-Gruner-Straße 16, Nordplatz 1, Kör­ner­platz 7 und Beet­ho­ven­stra­ße 3.

Frei­mau­rer­spu­ren des Eh­ren­bür­gers von Leipzig

In der Frei­mau­rer­lo­ge Apollo wirkte seit 1888 Clemens Thieme als Mitglied und Meister vom Stuhl. Sein Wirken als Frei­mau­rer, beim Bau des Völ­ker­schlacht­denk­mals, finden wir heute in der so zahlreich vor­han­de­nen Frei­mau­rer­sym­bo­lik an diesem Kul­tur­denk­mal.

Be­gräb­nis­stel­le des Kam­mer­rats

Clemens Thieme ArchitektIn Sicht­wei­se, zu seinem wohl be­deu­tends­ten ar­chi­tek­to­ni­schen Meis­ter­werk und zugleich über­ra­gen­den Denkmal und Wahr­zei­chen von Leipzig, liegt der geistige Architekt und Schöpfer des Völ­ker­schlacht­denk­mals zu Leipzig, Clemens Thieme begraben. Er wurde „quasi“ am Fuße des Völ­ker­schlacht­denk­mals bei­ge­setzt.

Be­gräb­nis­gruft im Denkmal

Seine Bitte, ihn in der Krypta des Völ­ker­schlacht­denk­mals zu beerdigen, wurde ihm leider nicht gewährt. So soll sich aber eine Grab­kam­mer, die wohl für Clemens Thieme bestimmt oder zumindest vor­ge­se­hen war, im So­ckel­be­reich des Völ­ker­schlacht­denk­ma­les befinden. Leider ist diese bei einem Besuch des Denkmals nicht öf­fent­lich zugängig. So liegt seine Grab­stät­te heute zumindest in Sicht­wei­se seines Wirkens und Schaffens, auf dem Süd­fried­hof Leipzig.

Ge­stal­tung der Anlage

Die Grab­stel­le von Clemens Thieme ist mit in­ter­es­san­ter und aus­sa­ge­fä­hi­ger Frei­mau­rer­sym­bo­lik ein­ge­fasst. Wer diese zu deuten weiß, kann ein ganzes Stück Le­bens­phi­lo­so­phie des Ar­chi­tek­ten und seiner Bru­der­schaft erkennen und somit verstehen. Zugleich bietet diese Grab­sym­bo­lik einen ersten Ge­dan­ken­schlüs­sel zu der wei­ter­füh­ren­den Symbolik am Denkmal. Wenn Sie mehr über Clemens Thieme und seine Symbolik am Völ­ker­schlacht­denk­mal erfahren möchten, dann buchen Sie ihre Führungen am Völ­ker­schlacht­denk­mal Leipzig. Es sind in­di­vi­du­el­le, ein­zig­ar­ti­ge Ver­an­stal­tun­gen am Völ­ker­schlacht­denk­mal.